24
Feb

Finanzberatung für Studenten, Berufseinsteiger…

Written by Dieter Jeandrée. Posted in Finanzplanung

Es ist nicht der erste neue Kunde, welcher schon mit der einen oder anderen (angeblich) so effektiven und dynamischen Vermögensanlage zur AFPS kommt. Doch in diesen Fällen ärgert es einen immer noch sehr! Ein noch junger Kunde, gerade mit dem Studium fertig, den ersten Angestelltenvertrag unter Dach und Fach gebracht. Jetzt soll die Finanzplanung starten! Doch auch dieser Personenkreis legt uns zur Prüfung bereits langfristige Vermögensverträge vor. Erstaunlich, da die meisten unter ihnen „noch nicht einmal“ ein Startkapital für eine Wohnung oder einfach nur eine Liquiditätsreserve besitzen.

Unter dem Motto, wer frühzeitig mit seinem langfristgen Vermögensaufbau beginnt, muss aufgrund des Zinseszinseffektes weniger für den Rentenaufbau entbehren. Soweit so gut und (un)logisch. Selbstverständlich kann sich ein Zinseszinseffekt sehr positiv auf eine Vermögensanlage auswirken! Doch betrachten wir einmal nur zwei Dinge im Detail: (1)Ein langfristiger Vermögensaufbau kann nur dann erfolgreich sein, wenn dieser langfristig bedient werden kann. Das bedeutet, erst wenn ich selbst eine Liquiditätsreserve angespart habe für Risiken des täglichen Lebens (Entlassung, Krankheiten…)  oder auch nur für den Kauf einer neuen Waschmaschine etc., sollte über einen langfristigen Vermögensaufbau nachgedacht werden. Denn die Statistik zeigt uns, dass viele Verträge erst gar nicht bis zum gewünschten Zeitpunkt angepart werden (können).

(2)Der Zinseszinseffekt tritt bei einem Großteil der vorgelegten Finanzprodukten (Beispiel: Rentenversicherungen) erst nach vielen Jahren ein, da die Kostenbelastungen, gerade in den ersten fünf Jahren, extrem hoch sind. Da werden oftmals nur 55-60% der gezahlten Beiträge in den Vermögensanlagen investiert. Doch auch nach fünf Jahren führt die Kostenbelastung dazu, dass viele Angebote keine ausreichende Rendite erzielen können.

Gesamtkostenquoten von 21% auf die gezahlten Beiträge während der Laufzeit sind keine Seltenheit. Beispiel: Sie sparen einen Vertrag an, indem Sie innerhalb von 35 Jahren 100.000 Euro invesitieren. Die Kosten für den Vermittler, der Versicherungsgesellschaft beträgt hier 21.000 Euro! Jetzt können Sie selber einmal rechnen, wie viel Rendite die Vermögensanlage erzielen muss, damit auch Sie davon profitieren können und der in Aussicht gestellte Zinseszinseffekt sich positiv entfalten kann.

Lassen Sie sich beraten, nicht verkaufen.

Ökonom

 

Dieter Jeandrée

 

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25
Jan

Finanzplanung ohne Erfolg

Written by Dieter Jeandrée. Posted in Finanzplanung

Und wieder schlechte Nachrichten für die Finanzberatungsbranche, in diesem Fall für die MLP AG. Nun gut werden die einen sagen, warum prüft eine angehende Juristin nicht die Auswahl sowie die Vertragsbedingungen der vermittelten Verträge? Doch dies ist schlichtweg zu leicht, um sich dem Phänomen provisionsbetriebener Beratung zu nähern.
Denn auch eine angehende Juristin ist mit den Vertragsbedingungen, Empfehlungen der sogenannten Finanzberater überfordert. Denn neben den eigentlichen Vertragsbedingungen müssen die Angebote finanzmathematisch hinterfragt werden. Weiterhin ist die Anlage selbst zu analysieren hinsichtlich einer möglichen zukünftigen Renditechance sowie dem einhergehenden Risiko der Vermögensanlage. Und mithin das wichtigste Kriterium selbst, die Vertragsfairness hinsichtlich der offenen sowie versteckten Kosten solcher Policen. Wer rechnen kann ist hierbei im Vorteil! Denn der größte Teil der Finanzplaner vermittelt Policen, die selbst bei guten Verlauf der Vermögensanlagen keine oder sehr geringe Renditen nach Kosten erwirtschaften können. Keine, der von uns geprüften Versicherungen ehemaliger MLP Kunden, haben selbst nach 10 Jahren Dauer die eingezahlten Beiträge ausgewiesen.

Die Tatsache selbst verwundert uns nicht, aber das viele Kunden selbst nach Jahren ihre jährlichen Vermögensmitteilungen nicht durchlesen – das verwundert uns dann doch schon!

Ökonom

Dieter Jeandrée

 

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