Archive for Januar, 2012
Honorarberatung gesetzlich gefordert
Aufklärung ist notwendig, nicht nur in der Anlage- und Versicherungsberatung. Auch die Politik führt uns seit Jahrzehnten mit Falsch- und Fehlinformationen – die Rente ist sicher – und eine auf Kredit finanzierte „Wünsch“ Dir was Politik an der „Nase lang“. Nicht nur die Griechen lebten über ihre Verhältnisse. Alle, wenn auch mit deutlichen Unterschieden, westliche Länder scheinen seit den 70 er Jahren das Haushalten der eigenen Finanzen verlernt zu haben.
Doch nun zurück zur Finanzberatung: unsere Verbraucherministerin, Ilse Aigner (CSU), fordert eine gesetzlich verankerte Honorarberatung. Die Honorarberater würde somit neben anderen beratenden Berufen, wie Rechtsanwälte, Steuerberater ihre Beratungsleistung anbieten können. Dies könnte dazu führen, dass die Beratung im Vordergrund steht. Doch erhöht sich damit schlagartig die Qualität? Das kann angezweifelt werden, da wir bereits jetzt wieder ehemalige provisionsbetriebene Vermittler sehen, die auf einmal als „Honorarberater“ auftreten.
Unter dem Motto „es war alles schlecht, was ich bisher vermittelt habe lieber Kunde“ stehen weiterhin Produkte im Vordergrund – auch wenn es sich hierbei um Honorarprodukte handelt. Hier sollten Sie Vorsicht walten lassen, denn zu einer strategischen Finanzberatung gehört mehr als die Vermittlung eines Finanzproduktes, egal ob es jetzt um ein Provisions- oder Honorarprodukt handelt. Denn auch die Qualität der Anlagen, der Anlageberatung selbst wird nicht durch die Kürzung von Kosten in Produkten besser!
Ökonom
Dieter Jeandrée
Finanzplanung ohne Erfolg
Und wieder schlechte Nachrichten für die Finanzberatungsbranche, in diesem Fall für die MLP AG. Nun gut werden die einen sagen, warum prüft eine angehende Juristin nicht die Auswahl sowie die Vertragsbedingungen der vermittelten Verträge? Doch dies ist schlichtweg zu leicht, um sich dem Phänomen provisionsbetriebener Beratung zu nähern.
Denn auch eine angehende Juristin ist mit den Vertragsbedingungen, Empfehlungen der sogenannten Finanzberater überfordert. Denn neben den eigentlichen Vertragsbedingungen müssen die Angebote finanzmathematisch hinterfragt werden. Weiterhin ist die Anlage selbst zu analysieren hinsichtlich einer möglichen zukünftigen Renditechance sowie dem einhergehenden Risiko der Vermögensanlage. Und mithin das wichtigste Kriterium selbst, die Vertragsfairness hinsichtlich der offenen sowie versteckten Kosten solcher Policen. Wer rechnen kann ist hierbei im Vorteil! Denn der größte Teil der Finanzplaner vermittelt Policen, die selbst bei guten Verlauf der Vermögensanlagen keine oder sehr geringe Renditen nach Kosten erwirtschaften können. Keine, der von uns geprüften Versicherungen ehemaliger MLP Kunden, haben selbst nach 10 Jahren Dauer die eingezahlten Beiträge ausgewiesen.
Die Tatsache selbst verwundert uns nicht, aber das viele Kunden selbst nach Jahren ihre jährlichen Vermögensmitteilungen nicht durchlesen – das verwundert uns dann doch schon!
Ökonom
Dieter Jeandrée
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Tags: Beratung, Kosten, MLP, Provisionen, Versicherungspolice